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Lernen Sie die Stadt kennen, mit Hilfe der Spaziergangrouten, des Touristikinformationssystems, zusammengesetzt aus Auskunftstafeln an bedeutenden Objekten von Žatec und einer Broschüre, die wichtige Informationen über die Attraktivität der gegebenen Objekte gibt und zugleich die Orientierung in der Stadt erleichtert. Sie finden hier insgesamt drei thematische Spaziergangrouten: einen kleinen, mittleren und großen Rundweg. Der kleine Rundweg nimmt Ihnen ca. eine halbe Stunde, der mittlere Rundweg ca. eine Stunde und der große Rundweg etwa anderthalb Stunden spazieren zu gehen. Es ist möglich die Rundwege zu kombinieren. Werden Sie Begleiter für sich selbst!

 

 

27. Chelčický's Platz
Auf diesem Platz wurde eine bisher unbekannte einschiffige Kirche aus
dem frühen 12. Jh. mit einem mächtigen Turm und einer halbkreisförmigen
Apsida entdeckt. Archäologen haben in der näheren Umgebung
258 Gräber, einige davon mit steinernen Grabtafeln, gefunden. Ein
Überrest des bei der Stadtgründung aufgegebenen Friedhofs ist gerade
dieser Platz an der Stelle der ehemaligen Ortschaft Žitník. Im Mittelalter
stand in der Mitte des Platzes ein Brunnen.

 

v2828. Fachwerkhaus
Es ist in Saaz das einzige erhaltene Haus
aus einer ursprünglichen Vielzahl von
Fachwerkhäusern. Das Haus steht in der
Vorstadt Mlynáře. Die Datumsangaben an
den verwendeten Holzbalken zeugen von
einem Baujahr um 1673. Damit reiht es
sich zwischen die ältesten Objekte ihrer Art
bei uns ein. Seine Architektur wurde von
der deutschen Renaissance beeinflusst.
Die außergewöhnliche Qualität der Zimmermannsarbeit zeigt sich
besonders an der Nordfassade.

 

29. Ludwig Engl
In diesem Haus lebte der Lehrer, Chronist und Konservator Ludwig Engl
(27.12.1872 – 9.7.1936). Neben seinem Beruf verfasste er auch
Abhandlungen zur Stadtgeschichte. Seine archäologische Sammlung ist
im Naturhistorischesmuseum in Wien untergebracht. Eine bemerkenswerte
Sammlung von Grafiken über Saaz aus der Zeit um den 1.
Weltkrieg zeugt von seiner künstlerischen Begabung.

 

v3030. Kirche St. Jakob des Größeren
Ende des 15. Jh. wurde sie auf den
Grundmauern einer älteren Kirche
erbaut. Ursprünglich war es eine
Begräbniskirche neben der städtischen
Hauptbegräbnisstätte. 1765
wurde ein Turm mit zwei Glocken
angebaut. Das bemerkenswerte
Grabmal im Inneren der Kirche ist
das Grab von Katarina, der ersten
Ehefrau des Primators Maximilian
Hošálek und ihren sechs Kindern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde
es eine orthodoxe Kirche. Die Kirche beherbergt einen Ikonastas aus
dem 17. Jh. sowie das Originalaltarbild des hl. Jakob.

 

v3131. Kapuzinerkloster
Am ehemaligen Roten Tor wurde 1676-1684
ein Kapuzinerkloster mit der Kirche Mariä
Krönung erbaut. An den quadratischen
Konvent mit Arkaden und dem Paradiesgarten
schließt ein ausgedehnter Garten an. Die
Kirche beherbergt einen Altar aus der Zeit des
frühen Barock, die Inneneinrichtung stammt
aus den Jahren 1705-1710. 1950 wurde das
Kloster aufgelöst. Vor der Kirche standen
ursprünglich Statuen des hl. Nepomuk, der
hl. Barbara und der hl. Familie.

 

v3232. Grundschule
Saaz war im 19. Jh. die Welthauptstadt des Hopfenbaus. Die Bevölkerungszahl stieg und so beschloss man 1876 den Bau einer neuen Schule in der unmittelbaren Nähe des Kapuzinerklosters. Nach Plänen des Architekten Karl Schlimp entstand ein 97 m langes Gebäude - die größte Grundschule weit und breit. Am    2. September 1880 wurde sie feierlich eingeweiht.

 

v3333. Gymnasium
Es ist ein einzigartiges Denkmal der
Architektur des Jugendstil in der Stadt. Das
Gebäude wurde nach Plänen des Architekten
Ernst Schäfer aus Liberec gebaut und ersetzte
das alte Gymnasium am Floriansplatz.
Jurymitglied für den Architektenwettbewerb
war auch Josef Zitek, der Schöpfer des
Nationaltheaters in Prag. Bei der feierlichen
Eröffnung 1903 erhielt die Schule den Name
Kaiser Franz Josef Gymnasium.

 

34. Hopfeninstitut
Das Hopfenforschungsinstitut in Saaz wurde 1952 gegründet. Seit
1974 hat in diesem Gebäude die jetzige Hopfeninstitut GmbH ihren
Sitz. Teil des Areals sind auch die Hopfenveredlungflächen. Das Institut
befasst sich mit Genstudien von Hopfen, seiner Veredlung, führt
Schädlings - und Schadstofferforschung durch und erarbeitet Pflanzenschutzsysteme.
Es ist der einzige Produzent neuer tschechischer
Hopfenarten. Eine Versuchsbierbrauerei mit einer Kapazität von 60
Litern befindet sich hier ebenfalls.

 

v3535. St. Wenzel's Kirche
Ihre erste Erwähnung fand die Kirche des hl. Václav (Wenzel) aus der Unteren Vorstadt 1357, entstanden ist sie wahrscheinlich bereits im 12. Jh. Ihr jetziges Aussehen erhielt sie im 17. Jh. durch Restaurierung im Stil des Barock.
Die Kirchenglocken wurden 1757 von Zacharias Ditrich in Prag gegossen. Der Kirchenfriedhof war mit einer Mauer umgeben, zu deren Bau im Jahr 1836 nachweislich Steine des abgerissenen
Roten Tors verwendet wurden.

 

v3636. Eiserne Fachwerkbrücke
1827-1891 befand sich an dieser
Stelle eine Kettenbrücke, die
älteste ihrer Art in Böhmen. Die
Kammern zur Befestigung der
Brückenkonstruktion sind bis heute
erhalten geblieben. Damals war sie
die einzige Straßenverbindung der
Stadt mit dem hinter dem Fluß gelegenen Ortsteil Dvorník .

 

37. Ehemalige Brauerei Dreher (seihe Titelfoto)
1898 gründete eine Gruppe Unternehmer in Saaz eine neue Brauerei
mit Mälzerei. Kurze Zeit später wurden hier 85 Tausend Hektoliter Bier
der Marke Urstoff und der Spezialmarke hl. Hubert gebraut. Anliegen
war, den guten Ruf des Saazer Hopfens und Weizens in die Welt zu
tragen. Die hiesigen Erzeugnisse wurden auch ins Ausland exportiertvorwiegend
nach Deutschland und nach Amerika. Seiner Zeit diente
diese Brauerei als die modernste der k.u.k. Monarchie anderen
Betrieben als Vorbild. Später trug sie den Namen: Drehers
Exportbrauerei. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb
eingestellt.