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Prohlídková trasa - malý okruh

Lernen Sie die Stadt kennen, mit Hilfe der Spaziergangrouten, des Touristikinformationssystems, zusammengesetzt aus Auskunftstafeln an bedeutenden Objekten von Žatec und einer Broschüre, die wichtige Informationen über die Attraktivität der gegebenen Objekte gibt und zugleich die Orientierung in der Stadt erleichtert. Sie finden hier insgesamt drei thematische Spaziergangrouten: einen kleinen, mittleren und großen Rundweg. Der kleine Rundweg nimmt Ihnen ca. eine halbe Stunde, der mittlere Rundweg ca. eine Stunde und der große Rundweg etwa anderthalb Stunden spazieren zu gehen. Es ist möglich die Rundwege zu kombinieren. Werden Sie Begleiter für sich selbst!

 

 

m11. Städtisches Rathaus und Turm
Das Rathaus wurde im Jahr 1362 als Tuchmarkt
erbaut. Zum Teil tagte hier bereits damals der
Städtische Rat. Seit der Zeit der Hussitenkriege
diente schon das ganze Gebäude als Stadtverwaltung.
Jiří Všetečka aus Pardubitz baute 1559 das
Rathaus im Renaissancestil um. Damals befand sich
im Rathaus auch das bekannte Rathausgefängnis.
Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges war hier ein
Speicher für „ketzerische Bücher und Kriegstribut“:
Hopfen und Getreide untergebracht. Die Einrichtung
eines Bezirksamtes sowie zwei große Brände machten
im 18. Jahrhundert weitere Male Umbauten
erforderlich. Zu dieser Zeit entstand der 47 m hohe Turm in seiner jetzigen
Gestalt, der heute als Aussichtsturm über die Stadt und Umgebung dient.
Wenn Sie Glück haben und von hier aus die Burg Hazmburk sehen, geht Ihnen
ein heimlich gehegter Wunsch in Erfüllung...

 

m22. Säule der Heiligen Dreifaltigkeit
Eine Katastrophe des Mittelalters waren die
Pestepidemien. Am schwersten traf es die Stadt
1582. Durch die Errichtung von Pestsäulen sollte der
Pest Einhalt geboten werden. Die 12,7 m hohe
Säule der Heiligen Dreifaltigkeit sollte die Stadt
beschützen. Franz Tollinger aus Leitmeritz schuf
diese Säule aus Spenden des Apothekers Calderar.
Der saazer Bildhauer Jan Karel Vetter vollendete sie
1753. Unter einem Kupferkreuz befindet sich eine
Plastik der Heiligen Dreifaltigkeit. Um die Säule herum
sind die Plastiken des hl. Nepomuk, hl. Karl
Boromějský, hl. Prokop, hl. Antonin Paduánský,
hl. Josef mit dem Jesuskind, hl. Vaclav, hl. Sigismund
und des hl. Floriáns zu sehen.

 

3. Das Grab des ältesten Biertrinkers
An dieser Stelle wurde am 1.4. 2001 das Grab des ältesten Biertrinkers der
Welt entdeckt. Neben dem Skelett fand man ein tönernes Gefäß von 0,49 l
Inhalt, die Reste eines hölzernen Fasses sowie eine kleine Tontafel mit sieben
Kerben - die älteste erhaltende Bierrechnung. Das Grab zeugt von der Existenz
der früheren Kultur der Homolupulen.
Der Tote erhielt den Namen Lojza Lupulin und das Symbol der kleinen
Tontafel wurde zum Logo des Vereins „Tempel des Hopfens und des Bieres“.
Dieser Verein macht sich für die Einzigartigkeit der Saazer Hopfenregion stark.

 

m44. Liebotschaner Tor
Einer von ursprünglich vier Zugängen in das Zentrum
der Stadt ist das Liebotschaner Tor. Zur Wende des
13. zum 14. Jahrhundert sicherte das Tor die
Fußwegverbindung mit der unteren Vorstadt. Auch
Jan Willenberg, Autor der ältesten bildlichen
Darstellung von Saaz und einer Reihe weiterer bedeutender
tschechischer Städte, durchschritt zu Beginn
des 17. Jahrhunderts das Portal. Seit 1843 dient der
Turm Wohnzwecken. Bis 1879 gehörte zum Turm ein
Bollwerk mit Erinnerungstafel und Jahreszahl 1463
- dem Vollendungsdatum der spätgotischen Stadtmauern.

 

m55. Priestertor (siehe Titelfoto)
Ein weiterer erhaltender Durchgang in die Innenstadt ist das Priestertor.
Ursprünglich befand sich hier eine mächtige vorgelagerte Befestigung, wo die
Wege von Westen zusammenliefen. Seinen Namen erhielt das Tor von dem
nicht mehr existierenden Minoritenkloster. Im 14. Jh. wurde es das Tor der
Seligen Jungfrau Maria oder auch Frauentor genannt. Als Gegenstück zum
Pragertor, auch Oberes Tor genannt, nannte man es auch Unteres Tor. Die
heutige Fassade ist eine Nachbildung aus den Jahren 1899-1906. Den
lateinischen Jubiläumstext an der Innenseite des Tores verfasste Karolides aus
Karlperk, Hofdichter des Kaisers Rudolf II.

 

m66. Saazer Brauerei
Die Brauerei befindet sich an der Stelle der ehemaligen
Saazer Burg. 1099 verbrachten Břetislav II. und
der polnische Fürst Boleslav III. hier gemeinsam das
Weihnachtsfest, was von der Bedeutung des Ortes
zeugt. Die von der Stadt durch einen Graben getrennte
Burg verschwand zu Beginn des 15. Jahrhunderts.
Ihr einzig erhalten gebliebener Teil ist der
sogenannte Wasserturm. Das nahegelegene Minoritenkloster
des hl. Peter verschwand im Jahr 1419.Danach wurde der verlassene Ort durch einen neuen Teil der Stadtmauer von
der Stadt getrennt. Erst 1751 entstanden hier eine Kaserne und in den Jahren
1797-1801 auch eine Brauerei. Bis 1945 stand vor der Brauerei die
Barockkapelle Loreta aus dem Jahr 1713.

 

m77. Kirche Mariä Himmelfahrt
Die Kirche Mariä Himmelfahrt steht an der
Stelle einer großen romanischen Basilika. Das
Mauerwerk ist in den beiden Türmen erhalten
geblieben. Am Umbau der Kirche 1340-1370
war die bekannte Hütte Peter Parler beteiligt.
Der Hauptaltar mit dem Gemälde Mariä
Himmelfahrt stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Die Seitenkapelle Jan Nepomuks wurde
1724-1728 angebaut, die Fassade 1740-1741
im Stil des Barock umgebaut. Der Baumeister
Pavel Loschy errichtete zwischen 1770 und 1773 den Glockenturm. Ein
Großteil der Statuen rings um die Kirche schuf der Saazer Bildhauer Jan Karel
Vetter 1728-1729.

 

8. Ehemaliges Gymnasium
Es ist das Gebäude der alten Stadtbrauerei, die 1802-1807 zu einem
Gymnasium umgebaut wurde. Später wurde das Nachbarhaus Nr.126
hinzugekauft und damit das Gymnasium erweitert. Am 6.8.1833 besuchten
Kaiser Franz Josef I. und die Kaiserin Karoline die Schule. Kurzzeitig studierte
hier der weltbekannte Reisende Dr. Emil Holub. Das Gymnasium zog 1903 in
neue Gebäude um. Das Haus diente weiterhin schulischen Zwecken, 1929-
1939 war es dann Stadtmuseum und nach dem 2. Weltkrieg Stadtarchiv.

 

m99. St. Florianssäule
Zur Erinnerung an den großen Brand von 1738 und
als Schutz vor weiterem Ungemach wurde 1742-
1746 die Säule des hl. Florian, dem Schutzpatron der
Feuerwehrleute, Mauerer und Bergleute errichtet. Die
Mittel für den Bau gewann man durch eine Sammlung
in der Saazer Bürgerschaft . Die Arbeiten wurden dem
Bildhauer Jan Karel Vetter anvertraut. Die Plastik des
hl. Florians steht mit den Statuen des hl. Vavřinec und
der Madonna auf einem großen, dreiseitigen Sockel.
An der Säulenspitze ist die Gottvaterfigur - auf der
Weltkugel sitzend - zu sehen.

 

10. Jüdische Synagoge
Die jüdische Synagoge ist die zweitgrößte Synagoge in Böhmen. 1871-1872
wurde sie mit finanziellen Mitteln der jüdischen Gemeinde von dem
Baumeister Johann Staněk erbaut und am 18.3.1872 durch Rabbi Abraham
Frank feierlich geweiht. 1911 wurde die Synagoge renoviert und innen komplett
mit Malereien verziert. In der sogenannten Kristallnacht vom 9. zum
10. November 1938 von den Nazis niedergebrannt, diente sie nie mehr ihrem
ursprünglichen Zweck. Der Bau war durch seine ausgezeichnete Akustik
berühmt.

 

11. Kleinster Hopfengarten der Welt
Wo früher die Kirche zum hl. Kreuz stand, gibt es seit 1967 eine örtliche
Rarität - den kleinsten Hopfengarten der Welt! Die Kirche wurde im 18. Jh.
durch die Stadtwache ersetzt. 1882 entstand an ihrer Stelle ein Denkmal
Josefs II. Dieser wurde 1919 gestürzt und die Statue des Kaisers in die Eger
geworfen. Auf den nun leeren Sockel setzte man 1930 - als Mahnmal zum
Gedenken der Opfer des I. Weltkrieges - einen bronzenen Löwen.

 

m1212. Alte Post
1584 kaufte Maxmilian Hošálek das
ursprünglich bräugerechtige Haus, als
Primator der Stadt ließ er es umbauen
und reichlich mit Malereien und Fresken
verzieren. Vom Volk wurde es damals
das „Gemalte“ genannt. 1621 fand das
Leben Hoštˇáleks auf dem Altstädter
Platz durch das Schwert des Henker
Mydlář sein Ende. Der abgeschlagene Kopf wurde zur Abschreckung am
Pragertor aufgehängt und seine Familie musste das Haus verlassen. Im 17. Jh.
kaufte es J.C. Calderar und richtete hier die Apotheke „Beim goldenen Pelikan“
ein. Diese war bis 1870 in Betrieb. Ende des 19. Jh. wurde ein Balkon angebaut
und die Fassade im Neurenaissancestil erneuert.1872 waren hier das
Postamt und später auch das Telegrafenamt untergebracht. Darum nennen es
die Saazer noch heute „Alte Post“.